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Tipp des Monats – Januar 2013: Charakteristische Eigenschaften der Hunderassen

Jede Hunderasse hat seine Stärken und Schwächen und charakteristische Eigenheiten. Aber was steckt tatsächlich hinter den Regel aus dem Volksmund, wie Dackel sind immer schwierig? der Pudel ist von Natur aus stur? Hundetrainer Detlev Schönfelder erzählt von seinen persönlichen Erlebnissen im „Tipp des Monats“ Januar ’13.

Wenn ich zu einem Hundebesitzer fahre, weiß ich manchmal nicht genau, welche Art von Schwierigkeiten mich erwartet. Ich kenne zwar die Rasse, habe in einem ausführlichen Telefonat auch die offensichtlichen Probleme des Halters gehört, die sich natürlich aus der Sicht des Hundebesitzers stark auf das offensichtliche Problem beschränken, weiß aber trotzdem nie genau, was auf mich zukommt. Natürlich gehe ich unvoreingenommen an einen Hausbesuch heran und verlasse mich auf meine Beobachtungen, wie Mensch und Hund im häuslichen Umfeld miteinander umgehen. Denn das, was mir der Halter am Telefon erzählt, hat oft nur wenig mit den eigentlichen Ursachen des Problems zu tun.

Was die Hundehalter sagen

Zuerst setze ich mich mit den Besitzern hin und höre mir seine Seite der Geschichte an.Ich weiß nicht, wie oft es schon vorkam, dass ein Hundehalter viele Bücher über Hunderassen gelesen hatte und sagte: Nun ja, das ist ein Pudel, die sind von Natur aus stur. Oder: Er ist eine Mischung aus Labrador und Pitbull und der Pitbull ist das Problem. Oder: Dackel sind immer schwierig. Diesen Hundehaltern muss ich erklären, dass sie einen großen Fehler machen, wenn sie die Rasse für die Verhaltensprobleme eines einzelnen Hundes verantwortlich machen. Das ist genau so, als schere man alle Menschen einer bestimmten Nation oder einer ethnischen Gruppe über einen Kamm. Wenn man das Verhalten eines Hundes verstehen und korrigieren will, kommt die Rasse nach dem Tier und dem Hund immer erst an dritter Stelle. Nach meiner Meinung gibt es keine „Problemrassen“. Stattdessen herrscht allerdings kein Mangel an „Problem-Hundehaltern“.


Bestimmt die Hunderasse das Verhalten?

Die Rassen wurden vom Menschen geschaffen. Vor einigen tausend Jahren haben wir angefangen, Hunde zu züchten und kreuzten dann später spezielle Hunde, die bestimmte Aufgaben besonders gut zu erledigen hatten. Bloodhounds wurden ihrer hervorragenden Nase wegen gezüchtet, Pitbulls für den Kampf gegen Stiere. Schäferhunde sollten nicht nur Schafe hüten, sondern auch noch aussehen wie sie. Deshalb gibt es heute den Deutschen Schäferhund, den Boxer, den Chihuahua, den Lhasa Apso und den Dobermann ? um nur einige Rassen aufzuzählen. Wenn Sie sich für einen Hund entscheiden, sollten Sie die Rasse durchaus im Hinterkopf behalten. Sie dürfen aber niemals vergessen, dass es sich in erster Linie um Hunde handelt, die alle dieselbe Psychologie haben. Die Rasse ist lediglich das Gewand und manchmal schließt das auch eine Reihe besonderer Bedürfnisse ein. Sie werden das Verhalten Ihres Hundes aber weder verstehen noch kontrollieren können, wenn Sie ihn in erster Linie als ?Produkt? einer Rassenzugehörigkeit betrachten.

Jede Rasse hat seine Stärken & Schwächen

Alle Hunde haben dieselben angeborenen Fähigkeiten, aber bei manchen Rassen wurden bestimmte Eigenschaften durch die Zucht hervorgehoben. Wir neigen dazu, diese anerzogenen Fähigkeiten mit der Persönlichkeit des Tieres zu verwechseln. Eine dieser Stärken ist das Verfolgen von Fährten. Weil sie speziell zu diesem Zweck gezüchtet wurden, werden Bloodhounds jene Aufgabe automatisch besser erledigen. Sie können mit der Nase sehr viel länger am Boden bleiben. Ihnen ist es egal, ob sie irgendwann Pause machen und fressen dürfen oder nicht, solange sie nur eine Fährte finden. Können nun alle Hunde eine Spur verfolgen und Gegenstände mithilfe der Nase finden? Natürlich! Alle Hunde nehmen die Welt mithilfe des Geruchssinns wahr, aber einige von ihnen können Objekte eben besser aufspüren als andere.

Bei Frustration ist die Rasse egal

Das alles soll nicht heißen, dass die Rasse keinen Einfluss darauf hätte, wie empfindlich ein Hund auf bestimmte Bedingungen und ein bestimmtes Umfeld reagiert. Seine besonderen Bedürfnisse können durchaus auf die Rasse zurückzuführen sein. Sie gehören zu den wichtigsten Faktoren, die ein Halter beachten sollte. So streifen beispielsweise alle Hunde in der Natur umher, aber die Sibirischen Huskys wurden dazu gezüchtet, über längere Zeiträume hinweg zu laufen und größere Entfernungen zurückzulegen. Aufgrund dieser Eigenschaft fällt es einem Sibirischen Husky aber auch schwerer, in der Stadtwohnung zu leben, weil ihn seine Gene dazu drängen, lange Strecken zurückzulegen, um seine überschüssige Energie abzubauen. Wenn er nicht ausreichend Bewegung bekommt, ist er schneller frustriert als etwa ein Dackel in derselben Stadtwohnung. Aber ein enttäuschter Sibirien Husky wird dieselben Symptome und Verhaltensweisen zeigen wie ein falsch erzogener beziehungsweise gehaltener Dackel, Pitbull oder Greyhound. Nervosität, Angst, Aggression, Anspannung, Territorialverhalten ? all diese Probleme entstehen, wenn das Tier frustriert ist. Da spielt es dann keine Rolle, welcher Rasse es angehört. Deshalb ist es ein Fehler, sich bei Verhaltensauffälligkeiten lediglich auf die Rasse zu konzentrier

Das „energetische Niveau“ der Lebewesen

Festzuhalten ist demnach: Jedes Lebewesen, jeder Mensch und jeder Hund hat ein individuelles, angeborenes energetisches Niveau. Unabhängig von der Rasse gibt es die Level: niedrig, mittel, hoch und sehr hoch. Denken Sie einmal an Ihre Bekannten und Freunde: Kennen Sie ? unabhängig von der Herkunft, dem Alter oder dem Einkommen ? nicht auch Menschen, die von Natur aus ein sehr niedriges Energieniveau haben? Die echte Stubenhocker und Sofasitzer sind? Und was ist mit denjenigen, die ständig in Bewegung und unterwegs sind? Keines dieser Niveaus ist besser oder schlechter als das jeweils andere, aber wenn Sie einen Hund aussuchen, sollten Sie in erster Linie darauf achten, ein Tier mit einem ähnlichen Naturell zu finden. Wenn Sie eher der gemütliche Typ sind, würde ich nicht dazu raten, einen Hund aus dem Tierheim zu holen, der nur wild im Käfig herumspringt. Meines Erachtens ist es sehr viel wichtiger, dass Hund und Besitzer energetisch zusammenpassen, als sich für eine bestimmte Rasse zu entscheiden. Wir haben für sie ein A-Z der Hunderassen zusammengestellt. Schauen Sie doch mal rein wenn Sie möchten.

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Posted in: Tipp des Monats

About the Author:

Detlev Schönfelder ist leidenschaftlicher Hundetrainer und Geschäftsführer der mobilen Hundeschule "Tophundeschule". Außerdem bloggt er zum Thema Hundeerziehung und Hundehaltung, schreibt Fachartikel für Magazine und ist Gast in verschiedenen TV-Sendungen zum Thema "Hundeerziehung". Für Ihre Fragen steht Ihnen Herr Schönfelder jederzeit mit Rat und Tat gerne zur Verfügung: (Tel: 040 - 64 68 98 12 | Mobil: 0172 - 27 16 69 7 | Mail: info(at)tophundeschule.de).

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