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Tipp des Monats – September 2013: Ein Test zur Mensch-Hund-Beziehung

Beinahe täglich begegnen uns Situationen die darauf rückschließen lassen, dass in der Beziehung zwischen Mensch und Hund Unstimmigkeiten bestehen. Unstimmigkeiten die ihr mit diesem kleinen Test erkennen könnt. Anschließend erhaltet hier eine Vielzahl verschiedener Tipps zur Hundeerziehung, mit denen ihr die Probleme selbst lösen könnt. Viel Spaß beim Tipp des Monats September 2013 der mobilen Hundeschule „Tophundeschule“.

Dieser kleine Test offenbart schnell, ob die Rangordnung in der Mensch-Hund-Beziehung grundsätzlich Anerkennung bei Ihrem Hund findet. Für diesen kleinen Test schlage ich folgende Übungen vor, die bei Bedarf natürlich regelmäßig zu wiederholen sind:

  1. Der Hund bricht ein Spiel auf Ihre Aufforderung hin sofort ab und gibt Ihnen bereitwillig auf das Kommando „Aus“ seine Ersatzbeute (z.B. ein Spielzeug).
  2. Der Hund reagiert auf den Befehl „runter“ und räumt sofort Sofa, Sessel oder Bett ohne Murren.
  3. Der Hund reagiert auch im Haus auf den Befehl „komm“ ohne Verzögerung.
  4. Der Hund akzeptiert den Befehl „genug“ (oder Schluss) bei Beendigung von Körperkontakt oder Streicheleinheiten ohne Murren.
  5. Der Hund reagiert auf den Befehl „weg da“ und räumt Eingangs-, Schlaf- oder Küchenbereich ohne Murren.
  6. Der Hund lässt auf den Befehl „Nein“ von Futter- oder Wassernapf oder vom Mülleimer ohne zu protestieren ab.
  7. Der Hund bellt, wenn es klingelt und begrüßt den Besuch zwar etwas stürmisch, legt sich aber auf den Befehl „Decke“ (oder Korb etc.) auf den zugewiesenen Platz nieder, wobei wir ihm durchaus noch einen „Wuff“ zubilligen dürfen.

Testergebnis „bestanden“

Und wie schaut es aus bei Ihnen? Alles in Ordnung? Haben Sie den Test  bestanden? Dann gratuliere ich Ihnen, Sie sind auf einem sehr guten Weg für eine gesunde Mensch-Hund-Beziehung. Gewähren Sie Ihrem Hund auch weiterhin einen überschaubaren Zugang zu Ressourcen! Lassen Sie ihm durchaus etwas persönlichen Freiraum und „nerven“ den Hund nicht mit irgendwelcher „Pseudodominanz“.

Testergebnis „nicht bestanden“

Sie haben den Test zur Mensch-Hund-Beziehung mit Ihrem Hund nicht bestanden, weil Ihr Hund Ressourcen verteidigt oder Sie weiterhin völlig ignorant übersieht und überhört? Frage: Was war der Schlüsselreiz? Bei welcher der Übungen hat es nicht funktioniert?

Der Hund will keine Ersatzbeute herausgeben? Temperamentvoll und von einem wahren Adrenalinschub innerlich hoch motiviert neigt er dazu, Beutestücke wie Stock, Ball oder Kordelknoten zu verteidigen? Grundsätzlich festigt das gemeinsame Spiel zwischen Mensch und Hund das Bindungsverhältnis. Hyperaktive und leicht erregbare Hundetypen reagieren jedoch übersteigert und brauchen deshalb sehr klare Spielregeln. Bieten Sie Ersatzbeute an oder ignorieren Sie den Hund. Sämtliches Spielzeug legen Sie bitte ab sofort auf einen Schrank und holen es nur hervor, wenn Sie spielen wollen. Beenden Sie jedes Spiel deutlich mit einem Schlusszeichen, wenn es Ihnen passt, greifen Sie das Spielzeug auf und legen es wieder außer Sichtweise.

Der Hund bleibt einfach dreist liegen? Ignorieren Sie ihn, verlassen Sie den Raum und schließen Sie die Tür. Kommt der Hund „freiwillig“, loben Sie ihn. Klappt das nicht, legen Sie, wenn der Hund gerade nicht anwesend ist, kommentarlos einen Gegenstand (Pappkarton, Bücherstapel  etc.) auf Sofa, Sessel oder Bett. Der „blöde“ Hund kommt nicht, obwohl Sie ihn doch so freundlich bitten? Ziehen Sie ihm mindestens 50 Prozent von seiner Futterration ab und belohnen Sie nur sein Herankommen mindestens eine Woche lang mit Futter. Achten Sie darauf, dass Sie in dieser Zeit den Hund viel und oft ignorieren, bis er gelernt hat, nach Ihnen Ausschau zu halten, auch, wenn Sie ihm kein Futter anbieten. Sobald er großes Interesse an Ihnen zeigt, sind Sie auf dem richtigen Weg und können den Hund nun wieder zum großen Teil aus seinem Napf füttern.

Der Hund fordert Körperkontakt und Streicheleinheiten ein? Stehen Sie unter Vermeidung von Blickkontakt kommentarlos auf und gewähren Sozialkontakte nur, nachdem der Hund auf Zuruf gekommen ist. Ansonsten ignorieren Sie den Hund und/oder schicken ihn weg. Besitzen Sie einen kleinen Schoßhund, der Sie verteidigen will, sobald ein Mitmensch oder anderer Hund sich Ihnen nähert, spreizen Sie kommentarlos Ihre Beine und lassen den brummenden Kleinhund herunterfallen. Ignorieren Sie bitte auch dieses etwas unsanfte Ereignis und gestatten ihm das Schoßliegen nur, wenn er sich ruhig und neutral verhält. Erfahrungsgemäß dauert die ganze Prozedur höchstens eine Woche. Dann hat der Hund gelernt, Ihre Nähe und freundliche Sozialkontakte nur dann zu erhalten, wenn er sich „anständig“ benimmt.

Hund an der Leine

Leinenführigkeit als Zeichen einer gesunden Mensch-Hund-Beziehung? Ja, aber Erziehung um jeden Preis? Auch mit dieser Art von Hundeleine? Es geht auch anders, wenn die Mensch-Hund-Beziehung stimmt (Bildquelle: sxc.hu).

Der Hund versperrt weiterhin einen bestimmten Hausbereich? Ignorieren Sie sein Verhalten und platzieren Sie eine Decke oder einen Korb dort, wo sich der Hund alternativ hinlegen soll. „Zwingen“ Sie den Hund – notfalls mit einem vorgehaltenen Stuhl – den jeweils besetzten Platz zu räumen. Weisen Sie ihm ab sofort einen festen, strategisch unwichtigen Platz im Haus zu, den er „ganz von allein findet“.

Der Hund verteidigt Futter oder Wasser? Wechseln Sie als erstes den obligatorischen Fütterungsort. Nehmen Sie den Hund an die Leine und nähern sich nun gemeinsam seinem  Futternapf. Schieben Sie (notfalls mit dem Fuß) den Napf in seine Richtung. Versucht der Hund nun ans Futter zu gelangen, sagen Sie „Nein“. Zur kontrollierten Futteraufnahme verwenden Sie ab sofort den Befehl „nimm“ (oder ähnliches). Der Hund erhält keine Futterbrocken vom Tisch. Auch (oder gerade) nicht ausnahmsweise! Bei extremer Verteidigung von Futter füttern Sie über einen längeren Zeitraum den Hund nur noch aus der Hand.

Eine letzte Frage: Brummt der Hund bereits bei Maßnahmen der Körperpflege, z.B. beim Reinigen der Pfoten, Kämmen oder Bürsten? Zur Vermeidung falscher Verknüpfung sollte der Hund zunächst nur leicht gestreichelt werden, dann mit einem weichen Lappen an empfindlichen Körperstellen gereinigt werden und dann – nach Akzeptanz der Maßnahmen – intensiver gepflegt werden.

Haben Sie den Test jetzt bestanden?

Sie haben – trotz Üben – den Test immer noch nicht bestanden? Seien Sie bitte ehrlich! Deutliche Alarmzeichen verdrängt oder übersieht der Mensch gerne. So leben viele Menschen ihrer Meinung nach ohne größere Probleme mit ihrem Hund. Sie interpretieren auffällige Verhaltensweisen als „typisch Hund“ oder „typisch für die Rasse“. Diese Aussage ist nachvollziehbar – aber falsch! Solange keine massiven Angriffe gegen den Besitzer zu beklagen sind, bezeichnet der Mensch sein Verhältnis zum Hund als normal. Das ist es aber nicht! Scheuen Sie sich nicht, spätestens hier professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Kontaktieren Sie uns dazu einfach via Kontaktformular und schildern Sie kurz Ihr Anliegen. Unsere Hundetrainer sind für Sie da! Oder rufen Sie uns direkt an: 040 – 64 68 98 12.

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Die Trainer der mobilen Hundeschule „Tophundeschule“ wünschen Ihnen und Ihrem Hund weiterhin viel Spaß!

Tel.: +49 (0) 40 64 68 98 12
Tel.: +49 (0) 17 22 71 66 97

Posted in: Tipp des Monats

About the Author:

Detlev Schönfelder ist leidenschaftlicher Hundetrainer und Geschäftsführer der mobilen Hundeschule "Tophundeschule". Außerdem bloggt er zum Thema Hundeerziehung und Hundehaltung, schreibt Fachartikel für Magazine und ist Gast in verschiedenen TV-Sendungen zum Thema "Hundeerziehung". Für Ihre Fragen steht Ihnen Herr Schönfelder jederzeit mit Rat und Tat gerne zur Verfügung: (Tel: 040 - 64 68 98 12 | Mobil: 0172 - 27 16 69 7 | Mail: info(at)tophundeschule.de).

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